Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 17.1894

Seite: 163
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2. Schriftfeld 6-5 cm h., 11-5 hr.

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Mittheilung des Schullehrers Theodoras Basiliades in Ismid:
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. . . [%s t^] y.toaYj 'ApßtXwv (SYjvdpia) ....

Ob das Zeichen -X- in der Copie des Basiliades das Denarzeichen
bedeutet oder einen anderen Zweck hat, weiss ich nicht zu sagen.
Vielleicht sind beide Strafsummen nicht eingegraben und, wenn über-
haupt, nur mit Farbe nachgetragen worden.7) Über die -/.cou.y; 'ApßtX&v
und die übrigen bekannten zwar, von Nikomedeia s. Mordtmann Ath.
Mitth. XII 118S7i 172.8)

Herr Franz Lampe, k. und k. Major in Wien, hatte die Gute,
mich auf ein in seinem9) Besitze befindliches Bruchstück einer Bronze-
tafel aufmerksam zu machen. Dasselbe war vor wenigen Jahren bei

gut fahrbaren Strasse in ungefähr einer Stunde „bei ungefähr senkrechter (südlicher)
Richtung auf die vorliegende Küstenlinie'' zu dem Badeorte. Die Strasse durch-
schneidet bis dahin ziemlich hoch ansteigendes und schön bewaldetes Hügelland.
„Das letzte Stück vor dem Bade ist stark abfallend und der Ort durch eine steile
Serpentine zu erreichen. Dann kommt eine Brücke mit theilweise römischem Ziegel-
gewölbe und in Verbindung damit römisches Mauerwerk. Sehr viele Ziegel mit
Stempel liegen dort zutage."

") [Denkbar ist aber auch, dass sie von Interessenten eradiert wurden. 0. B. j
s) [Diese Inschrift ist unterdessen aus der nämlichen Quelle etwas abweichend
von Homolle bull. corr. hell. 1893 S. 637 veröffentlicht worden.]

9) Seither ist es (1893) in die Sammlung des Herrn Hollitzer übergegangen.
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