Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 17.1894

Seite: 189
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In der letzten Zeile war wohl anfangs nur das Blatt in der Mitte
angebracht und ist die Schrift später zugefügt worden.

46. Stele aus Kalkstein, oben und unten gebrochen, breit 0-905.
Die beschriebene Fläche ist 0'515 breit und von einem Rahmen um-
geben, auf welchem oben die erste Zeile steht mit den Unterschriften
der Figuren, die der obere verlorene Theil der Stele enthielt.

EIXHTHPx NYII^H

GN . 9HKGNAYP 3INAAC //
TYiVSC OY C YXlBJlJOKoINiüCA
I1GN KAK ING <C C0OC1C / AI/
5 II AGCBNI^AC GTH-5 / AKYÜ./ ICE
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TCKNOYCABGINoY / / N Y XI
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10 XI ./ / NPYHCAIXG / / / A / / Ti

KI//XNAATF /xonemcciipa

TO II A GIC T ÜYCKAIAA I I I

[Wir haben, so gut es geht, die zweite von K. Skorpil genommene
Abschrift wiedergegeben. Aus einer früheren Abschrift von ihm führe
ich an: Z. -4 C IN G 21 CO) I e GIC I AI |, Z. 9 Schluss LIHAGN
/ ; / HON iT *, Z. 11 KI./ / / NA ATE / XOIXGN / / / TPO, Z. 12
TO / / II AGICTO / CK A! AA /

Ich setze von der Herstellung her, was ich für einigermaassen
sicher oder doch wahrscheinlich halte. Zu Ende von Z. 2 stand wohl
das Cognomen des Aurelius und darauf vielleicht der Name seines
Vaters im Genetiv. Z. 5 steht TrXecavlaa;, wie Prof. Szanto gesehen hat,
ein bisher noch nicht nachgewiesenes Wort, gebraucht wie sonst -Xr(oco-ar.
Von der Mitte dieser Zeile an spricht der Stifter des Grabmals in erster
Person und wiederholt zunächst, was schon mit aove^ioooOe'li; gemeint
war, dass die Gattin die gleiche Lebensdauer erreicht hat. Die Reste
in der Mitte von Z. 6 stimmen in der Abschrift etwas mehr zu
IÜDCG / HKO als im Druck zum Vorschein kommt. — In Z. 9 ist
das Verbum, das zwischen jj/^osv und cptXiov gestanden haben wird, noch
nicht gefunden. Ebenso ist die Verbindung des rfj'Dfiaa|j.Ev, dem vielleicht
u.y/T vorausgeht, in Z. 10 mit dem in Z, 11. 12 stehenden unklar, ajusp^eo^at
jepös too? TcXsiGToo? ist ein bekannter Ausdruck für sterben. E. B.]
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