Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 17.1894

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106. Ziegel, etwa 1888 gefunden in einem römischen Gebäude
östlich von der Stadt Silistria, aber innerhalb des antiken Durostorum.
Die Ziegel haben eine Länge von 0;425 oder 0*395, Breite von 0*31
«»der 0-42. Der Stempel ist 0'12 lang und 0"028 hoch. Jetzt ist mit
denselben eine Küche in der Stadt gepflastert und deshalb in den
meisten Exemplaren der Stempel undeutlich.

Einige Buchstaben sind umgekehrt zu lesen; legionis XI Cl(audiae).

107. Kutlovica, jetzt Ferdinandovo. Trogähnlich vertiefter Stein
aus Marmor mit Inschrift auf der Nebenseite, die 0 60 breit und 0*17
hoch ist.

To N Z IN o IS E ME A BC T E T A Y ^ i in oN ATA Ao A M5 o N
AHsIAIoNTEX iSrC IA I IE I E P E Y I £ A T o P IsE I N o £
SYN$IAIHAAo X W M A F M 1 IaP o N II A NAPIEToN
:VSIAMSTEIPHIEPATEYoNTESE9HKAN

[Wie nach unserer Inschrift im niunicipium Montanen siuni, bildeten
im dakischen Xapoca nach der Inschrift CIL III 870 aus dem
Jahre 235 mit nomina Asianorum \ Germanus spirar[cJi]aes cet. aus Asien
stammende Personen eine spira (orcelpa oder aizeipf] i mit dem Culte des
Dionysos. Eine Statue des Gottes ist nach unserer Inschrift von einem
Saturninus, während er Priester (tepsu?) war, zugleich mit seiner Gattin
Magna, die gleichzeitig eine priesterliche Thätigkeit gehabt zu haben
scheint (Eepateöovts?), gestiftet worden und zwar von ihm selbst gefertigt
QZlrfi zt/y-qo). Er war also wohl Bildhauer. E. B.]

(Fortsetzung folgt.)

KARL SKOKP1L

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