Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 17.1894

Seite: 227
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Die Grrabschrift des Dichters Pacuvius und
des L. Maecius Philotimus.

Der oben S. 161 abgedruckten Kubitschekschen Copie der stadt-
römischen Grabschrift, die unterdessen in nieinen Besitz übergegangen
ist, lasse ich eine photographische Reproduction und nähere Besprechung
folgen.

Es ist eine auf der Vorderfläche sorgfältiger geglättete Platte aus
Travertin, die 0*56 (unten, oben 0-566) breit, 0-34 hoch und etwa 0*04
dick ist. Die beiden schon oben erwähnten Löcher in der oberen und
unteren Lagerfläche (beide sind etwa 0'02 breit und hoch und gehen
an der Rückfläche herab, ersteres etwa in der Mitte der Lagerfläche,
letzteres etwa O10 vom linken Ende, 044 vom rechten entfernt) mit
Resten von eisernen Zapfen zeigen, dass die Platte in einer Mauer
eingelassen war. Es folgt eine nach dem Original gemachte Verkleinerung
auf V5.

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Die Platte enthält die metrische Grabschrift eines vascularius
(Goldschmiedes), der nach seinem Namen L. Maecius ¥\li)ilotimus dem
Freigelassenenstande angehört haben wird.
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