Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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Weihgeschenk von der Insel Clialke bei Rhodos.

Herr Architekt Cavaliere Pietro di Magnifico aus Smyrna hat
während seines Aufenthaltes auf der nächst Rhodos gelegenen Insel
Chalke im Juni 1894 bei den Grundaushebungen zum Haue eines
Glockenthurmes der griechischen Kirche einen interessanten Inschrift-
stein gefunden und die Abschrift desselben der Leitung des kleinasiati-
schen Inschriftenwerkes in Wien zur Verfügung gestellt. Durch die
gütige Vermittlung von Emil Szanto bin ich in die Lage versetzt, dar-
über Folgendes mitzutheilen:

Es ist eine Marmortafel, deren oberer Theil giebelförmig zugespitzt
ist; 1*68 lang; 0-62 hoch, 0'3o tief. Die Schriftfläche ist, wie es nach,
der Zeichnung seheint, vertieft. Die Buchstaben sind mit starken Apices
verziert; andererseits hat das F noch völlig ungleiche Schenkel. Die
Schrifthöhe beträgt 0'032; für das 0 nur 0*021. Man wird nach diesen
Angaben weder tief in das erste Jahrhundert v. Chr. hinab, noch bis
in das dritte hinaufzugehen geneigt sein.

TI AI o K PA THS APIS T A T o PA

I A PA F I öS I X I o X F o T I T A T M A

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Archäologisch-epigraphische Mittheilungen XVIII, 1.

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