Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

Seite: 2
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1895/0008
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
2

Der Text selbst war mir vorher nicht unbekannt; augenscheinlich
unmittelbar nach der Auffindung hatte ihn Herr "Opjpos N. 'Asy^r/jc, ein
Bewohner des beutigen am Haupthafen der Insel gelegenen Ortes Cbalki.
gesehen und eine Abschrift dem mir befreundeten Arzte Stylianos
Saridakis in Rhodos mitgetheilt, die mir dieser in einem Briefe vom
1/14. Juni vorigen Jahres übersandte. Danach habe ich die Inschrift
gedruckt (Inscriptiones graeeae insularum maris Aegaei [= I. G. Ins.]
fasc. 1 Nr. 957 i. Jedoch wurde ich durch unrichtige Zeilenabtheilung
verführt, vor Tzoziza^^/x. nach Delischen Analogien ein v.azd zu ergänzen.
Ich benütze gern die Gelegenheit, diesen Irrthum zu berichtigen.

Fig. 1. Nordabhang der Akropolis.

Über die Insel Chalke ist bisher noch wenig bekannt geworden;
das Beste über sie bat, wie ich kaum besonders zu bemerken brauche,
Ludwig Boss geschrieben (Reisen auf den griechischen Inseln III 1845
S. 114—120). Als ich dort im Jahre 1892 einige Tage verweilte, hörte
ich von Ausgrabungen, die August Salzmann veranstaltet habe; indessen
scheint darüber noch weniger authentisches Material in die Öffentlichkeit
gedrungen zu sein als über die Gräberforschungen in Kamiros und
Kymisala-Siana. Strabon X p. 488 erwähnt ein Heiligthum des Apollon
auf der Insel, und Boss fand auf der Burg eine Weihung an Asklepios
loading ...