Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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aufgegebenen Verzeichnungen vgl. Klein im Jahrbuch des arch.
Instit. 1892 p. 142 und Heibig in den Notizie degli seavi 1894
febbraio p. 4 des Separatabdrucks.

Arezzo 3. Klein weist in den Lieblingsinsckr. p. 67 die Amphora des
Philliades mit Volutenhenkeln des museo civico in Arezzo dem
.Meister Smikros zu. Das prächtige Gefäss verdiente eine würdigere
Publication als die in den Mon. doli7 inst. VIII Taf. 6. Besonders
eilt das von den charakteristischen Bildern am Halse. Jahn hat
sie Ann. dell' inst. 1864 p. 239 ss. übergangen und Heydemann in
den Mittheilungen aus den Antiken Sammlungen in Ober- und Mittel-
italien p. 104 ss. ihre Inschriften nicht bemerkt.

Am Halse A) Komos von 11 bekränzten Männern. Zwischen
den Gestalten

+ 4EN0N KALO^ +OM80N TEI^I'r +4INI4
KAION KAIKETO^ PV4li7 KAFON

B Komos von 8 Männern. Inschriften sehr verrieben.
FAION I£E IF-C K 1/ON
CVNI FHON

Die Zuweisung an den Meister Smikros, welche Klein und
van Branteghem zugleich fanden (s. Klein 1. c. p. 67), bleibt
trotz der Schwierigkeit, Philliades als aus Pheidiades verschrieben
zu erklären, bestehen. Die Übereinstimmung im Stile ist eine
grosse.

Zu Xenon vgl. Kretschmer, Vaseninsehriften p. 185.

Chiusi 4. Im Privatbesitze. Schale in Fragmenten. Der Durchmesser
des Innenbildes mit Maeahder 15 cm.

I) im laufenden Maeander.

Jüngling (Binde im Haare) in geränderter Chlamys, die an
der rechten Schulter gespangt ist, in hohen Schnürstiefeln nach
links gehend. Er führt mit der Rechten die Trompete, deren
grosses Schalloch in den Maeander hineinragt, zum Munde, die
Linke steckt in der Chlamys. Vor ihm im Felde aufgemalt, nur
bei Spiegelung- leserlich, aber unzweifelhaft

FVKO^ KAFO^
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