Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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Athen 16. Nationalmuseum. Die Inschrift des von Wolters . apy. 188S
]). 186 beschriebenen Fragmentes eines Pinax (n. 4300) ist leicht als
Überrest der Signatur des X]apita[to<; zu fassen. Der Meister, der
bis jetzt nur durch zwei Gelasse (Klein 31. S. - p. 51 W. V.
1889 Taf. VI 2,3) bekannt war, erhält liier ein drittes Erzeugnis
seiner Hand zugewiesen, welches bei weitem die anderen überragt.

17. Ebenda. Kleinmeisterschale n. 2466, 7'8 cm hoch. Zwischen den
Henkeln zweimal

TEPE^n EPOIE^E

was wohl mit Graefs Zustimmung TsXsoata i-olr^v/ zu lesen ist.
Dass Frauen in den Vasenmalerateliers beschäftigt wurden, geht
aus der Ruveser Hydria des Grafen Caputi hervor (Ann. deH'inst. 1876
tav. d" agg. DE), wo rechts auf einem Podium eine Frau eben
am Henkel einer grossen Volutenamphora malt. Die Abbildung ist,
wie sich nach der Autopsie des Originals ergibt, sehr schlecht:
das herrliche Gefäss würde eine stilgetreue Publication verdienen.
Vgl. auch Arch. Ztg. 1876 p. 38 zum Namen Gauris.

18. Ebenda. Lekythos. Auf gelbem Grunde:

Frau in Haube, Chiton und schwarzem Himation (Fleisch-
theile weiss i hält nach rechts hin in der Rechten, wie es scheint,
ein rundes Alabastron und mit der Linken einen Schwamm. Ihr
zugewendet steht ein Jüngling im Mantel. Zwischen ihnen ein
schlanker weisser Hund. Im Felde hinter der Frau hängendes
Kännchen und zwischen Frau und Jüngling

A I + A 1
K A A (> X

Zu diesem Lieblingsnamen vgl. Klein Liebl. p. 84.

19. Ebenda. Lekythos aus Eretria. Auf der Schulter Ranken und
einfache Palmetten.

Auf gelblichem Grunde:

Frau, nach rechts sitzend auf braunem gemaserten Lehnstuhle
(im Haare braunrothes Band I in ionischem Chiton und schwarzem,
um den Unterleib geworfenen Himation, hält in der Kochten eine
Deckeldose und streckt die Linke aus zu einer in Vordersicht ihr
zugewendet stehenden zweiten Frau in dorischem Chiton mit Über-
fall, welche in der Rechten einen Korb mit Tänien (eine blau,
die anderen weiss) hält.

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