Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

Seite: 32
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1895/0038
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
:32

dem Bogen fort. Fig. 6. Oben ein gegliederter Rand, sonst Leisten als Be-
grenzung. Auf einem Delphine mit ornamental geschwungenem Hinter-
leibe ein nackter Erot, die Hechte auf den Kopf des Thieres legend,
die Linke wie zum Antreiben erhoben. Nackte Eroten auf Seethieren
und Tritonen sind an Grabmonumenten sehr häufig-. Ich erwähne von

Fig. 6.

österreichischen Monumenten: Grabstein aus Totjs in Ungarn, A. E. M.
1877 S. 160, Knabe, einen Delphin am Halfter führend; Archaeol.
Krtesitö XIV (1881 l Taf. XLII, ein geflügelter Knabe lenkt reitend einen
Delphin; A. E. M. 1881 S. 171, auf dem Friesstreifen eines Sarkophag-
deckels nackte Eroten mit Peitsche, die Zügel eines Seedrachen und
Seelöwens haltend. Wahrscheinlich hat der Stein in Pechlarn mit einem
symmetrisch entsprechenden die Bekrönung eines (Trabsteines gebildet.

Rechts vom Relief mit den Gewandfiguren ist ein 0*80 breiter.
O60 hoher Stein von unregelmässiger Gestalt mit sehr verwitterter
Oberfläche horizontal eingemauert. Fig. 7. Man erkennt die Umrisse des
loading ...