Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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Nähe von Pechlarn nicht vor. Die Steine sind hierher wahrscheinlich
ans dem nahen Harlanden gebracht worden, wo, nach mancherlei Funden
zu sehliessen, eine römische Niederlassung- bestand. So manches wird
wohl noch im Mauerwerk stecken.

Einen Block mit Resten von Sculptur sah ich vor dem Hause
Nr. 27; das Fragment von unregelmässiger Gestalt (0'75 X 0*60 X 0*33)
zeigt auf der oberen Seite Blattornamente mit im Bogen verlaufendem
gegliedertem Rande, auf einer Seitenfläche die Beine einer stehenden
männlichen Figur, links den unteren Theil eines Stahes.

Vor dem Hause Nr. 46 liegt ein fragmentierter Steinblock von
der Gestalt eines vierseitigen Prisma (0-83 X 0-48 X 0-35), der auf
der oberen Seite Spuren der Beine einer nach links ausschreitenden
männlichen Gestalt zeigt, während auf einer Seitenfläche die gekreuzten
Beine einer anderen Figur zu sehen sind.

Duellius, Th. Mayer und Weiglsperger erwähnen noch einige an-
dere Sculpturen, die ich nicht mehr vorgefunden habe.

1. C. I. L. III 5663 und nach meiner Abschrift p. 1843 n. 11806.

Mächtiger Kalksteincippus, 1*97 hoch, 092 breit, 0'15 dick,
Inschriftfeld 1*05 hoch, 0-62 breit, Buchstabenhöhe 0-06—0-035 (Z. 15
0-02), Zeilenabstand 0-02.

St. Leonhard am Forst.

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