Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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Z. 1 ist wohl zu Vettonianus zu ergänzen.

Z. 3 f. konnte ich die Zeichen, welche Dun»! ("E-^///////) und
Kubitschek (T.VA/ / R LV1 | "FI0 Sa | . .) zu erkennen glaubten,
nicht mein- sehen; ich glaube nicht, dass et am Anfang der Z. 3 ge-
standen hat; das Ende der Zeile ist wohl [sti]p(endiorum) XVI zu
lesen. Wenn hier wirklich zum Thcil dieselben Personen vorkommen,
wie in der eben besprochenen Inschrift, so kann man vermuthen, dass
Vettonianus und seine erste Gattin Vinda diesen Stein für sich und
einen nach 16 Dienstjahren gestorbenen Verwandten (Sohn?) bestimmten,
dass ihnen aber nach ihrem Tode zusammen mit anderen Verwandten
ein neuer Grabstein gesetzt wurde. Es wäre dann zu lesen M. Sex(tius)

Vett]oni\anus et \ Vinda] Tcrtiyi) f(iJia) vivi ßeccruntj sib(i) [et.......1

st[i]p(endiorum) XVI: ähnlich auch im Suppl. zum Corp.

3. C. I. L. III 5664 (11807), zwischen den eben besprochenen
Steinen befestigt, 1-80 hoch, 0*90 breit, 045 dick, Inschriftfeld 0*92
hoch. 0-66 breit, Buchstabenhohe 0-08—0-06, Zeilenabstand 0'02.

Im Giebeldreieck ein Medusenhaupt mit je zwei nach oben und
unten züngelnden Schlangen; in den Zwickeln Delphine, in den Ecken
Eosetten. Unter dem Giebel ein Architrav auf zwei Säulen mit korinthi-
schen Capitälen. Der Stein ist so stark abgerieben, dass von dem. was
bei Apianus steht (s. d. Corpus; nur mehr das Folgende zu erkennen ist:

D • M •
T V T V I A •
h I 3

".lE'i-
5 r-I'^'I-LIB

\ I.A.

Z. 3 wird wohl CRISPAL gestanden haben, die Querhasten sind
verschwunden. Die Spuren der folgenden Zeilen bestätigen Apians
Lesung; nur für LVS'f wird IVST zu setzen und demnach zu
lesen sein:

D(is) M(anibus) Tutuia [C]rispa[e] libierta) [v(iva) fiecit) si]bi et
[Obilo?] Iusti lib(erto) [marito a]n(prum) LX.

4. Suppl. 11813. In der Nähe von St. Leonhard „auf der Hub"
beim Hausbesitzer Franz Ertl, zuerst von Dungl publiciert (s. A. E. M.
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