Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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Mauer a. d. Pielach, etwa 1! Stunden östlich von Melk.

C. 1. 1,. 5660, suppl. 11804. Mächtiger Kalksteincippus, rechts
und unten gebrochen, 1*46 hoch. 0*50 breit, O20 dick, Buchstabenhöhe
0-12 —0-07, Zeilenahstand 0'03 — 0'04. Rechts vom Inschriftfeld
(I/O x 0"30) Spuren der Cannelure einer Säule sammt Capitell mit
Palmettenornament.

Nach den Spuren des Giebeldreieckes scheint etwas mehr als die
Hälfte erhalten. Der Stein ist sehr stark abgerieben; denn er lag' früher
im Kirchenpflaster. Gelegentlich einer Restauration der Kirche im
Jahre 1858 wurde er aus dem Pflaster genommen; jetzt liegt er
in der Todtenkammer.

C A IV
A \ *
T I N

k • :.

5 p

Njl A

VI V
T E

Abweichend von den übrigen Abschriften (s. d. Corpus) habe ich
hinter H Spuren von S gesehen: dadurch ist der Charakter des Steines
als Grabmal bestimmt. Z. 5 steht deutlich P, nicht R: Z. 6 hinter dem
M Spuren von A.

Vielleicht zu lesen: Cam[bo?] An . . . t(i) fiüius) an(norum) . . . h(ic)
s(itiis) [e(st)]. P[aula?] ma[ter] viv[a feci]t e[t sibi]; die letzte Zeile
könnte auch mit te(stamento) begonnen haben.12)

Ober-Grafendorf a. d. Pielaeh, etwa 3 Stunden südwestlich.

von St. Pölten.

C. I. L. III 5661, suppl. 11811. In der äusseren Kirchenmauer,
oben und links gebrochen, 0"64 hoch, 035 breit, Puchstabenhöhe
0'065—0-04. Zeilenabstand <X>3.

12) Z. 1 stellt auf dem Steine; doch ist die senkrechte Haste später
hineingekratzt. Z. 2 wurde nach AY unten versucht, eine Rundung einzukratzen; ein
Herr wollte, wie ich höre, durchaus Caes. Äug. lesen.
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