Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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(s. nach Dungl, Mittli. d. Centralcomm. 1877 p. LV, A. E. M. 1878
S. 102 f.) zeigt auf der linken Nebenseite ein Relief. E. v. Sacken (im

Wegweiser S. 106) spricht von der „Sonnenkugel mit Schlangen von der
Lotosblume überragt", sowie Dungl (a. a. 0., wo sogar eine entsprechende
Abbildung des Reliefs gegeben ist); darnach ist A. E. M. 1878 S. 171
von dem Steine als Votivstein der Isis (?) die Rede, während Drexler,
Mythol. Beiträge I, Cultus d. Ägypt. Gotth. S. 21, zweifelt. Wie die
Abbildung zeigt, ist nichts anderes dargestellt als eine Vase, aus
welcher Blätter hervorragen, mit zwei Blättern rechts und links vom
Fasse und zwei wie in Schlangenköpfe endigenden Bändern, die vomRande
der Vase ausgehen. Das Relief deutet daher nicht auf einen orientalischen
Cult und gibt keinen Anhalt für die Ergänzung der ersten Zeile.

Karlstetten, etwa 3 Stunden nordwestlich von St. Pölten.

C. I. L. 5658, suppl. 11799. An der Außenseite der Kirche, eine
Ecke bildend; 1*06 hoch, 0*45—0*58 breit. <c43 dick. Buchstabenhöhe
0-07—0-05 ; auf der sichtbaren Seitenfläche zur Rechten der Inschrift
undeutliche männliche Figur auf einem Widder. Links ist nur ein
Buchstabe zu ergänzen.

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