Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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dem aufgehobenen Gewände zu denken. Möglicherweise stand ein
zweiter Eros auf der Höhe des Pfeilers, angelehnt an die Schulter der
Göttin, worauf zwei sonst schwer verständliche Befestigungsmarken hin-
deuten: ein Loch auf der Pfeileroherfläche hinter dem Ellenbogen und
ein zweites auf der Aussenseite des linken Oberarmes der Göttin.

Fig. 3. Statuette der Aphrodite.

Über den Sclmltereros hat anlässlich einer ähnlich bewegten,
schönen Statue des Palazzo Modena in Wien ausführlich Reinhard
Kekule in dieser Zeitschrift III (1879) S. 8 ff. gehandelt und auch die
in statuarischer Ausführung zumal wahrscheinliche Deutung auf Aphro-
dite begründet. Der unter das Gewand fahrende Eros kehrt an der
bekannten Priap-Statuette der kaiserlichen Kunstsammlung in Wien
wieder, welche aus Aquileia stammt. Ebendort dürfte auch unsere
Sculptur gefunden sein, welche in keineswegs fehlerfreier Arbeit —
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