Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

Seite: 82
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47. Weiblicher Idealkopf.

Weisser Marmor. Höhe 0*27, Gesichtslänge 0*14. Inv. Nr. 138.

Der Hinterkopf mit dem Nacken ist in zwei spitzwinkelig- auf
einander stehenden Flächen zur Aufnahme einer Ergänzung- abgearbeitet.
Der Untertheil der Nase ist Verstössen, der Hals über dem Schlüssel-
beine abgebrochen, in der Bruchfläche ein moderner Eisendübel.

Der Kopf ist nach rechts gewendet. Die Haare sind gescheitelt,
mit einer Binde umwunden und wellig-, die Ohren fast ganz bedeckend,
zurückgestrichen. Das Hinterhaupt bedeckte ein Schleier, von dem
hinter den Ohren noch Spuren vorhanden sind. Die Stirne ist hoch
und flach, ihr Profil beschreibt mit dem Nasenrücken fast eine gerade
Linie. Die Augen sind mit breiten Unterlidern schmachtend nach auf-
wärts gerichtet. Der Mund ist klein, seine Winkel g-ehen abwärts. Gute
römische Arbeit.

48. Weiblicher Idealkopf.

Weisser Marmor. Höhe 0*26, Gesichtslänge 0*19. Inv. Nr. 97.

Unmittelbar unter dem Kinn abgeschnitten und auf einen plumpen
modernen Marmorsockel schlecht aufgesetzt, die Nase ergänzt.

Das runde, ausdruckslose Gesicht hat eine hohe, gerade Stirne,
grosse Augen, den Mund geschlossen. Die Haare sind gescheitelt, halb
wellig über die Ohren gestrichen und im Nacken zu einem Knoten
zusammengenommen. Oben, seitlich und rückwärts nur flüchtig angelegte,
sehr geringe Arbeit.

49. Weibliches Köpfchen.

Weisser Marmor. Höhe Q-1G, Breite 0*10, Gesichtslänge 0*10. Inv.
Nr. 182.

In der Bruchfläche des Halses ein Dübelloch, die Nasenspitze ab-
gesplittert.

Der Kopf hat jugendliche, ideale Formen und den Blick schmach-
tend nach oben gerichtet. Das Haar ist gescheitelt, in einfachen Wellen,
die Ohren zur Hälfte bedeckend, zurückgestrichen und im Nacken zu
einem Knoten zusammengenommen. Oben und rückwärts ist der Kopf
nur roh bearbeitet. Geringe, flüchtige Arbeit, an praxitelische Aphrodite-
typen erinnernd.

50. Weibliches Köpfchen.

Weisser Marmor. Höhe (HS, Breite 0-11, Gesichtslänge 0*11. Inv.
Nr. 173.

Im Halse abgebrochen, Nasenspitze und die rechte Kückseite des
Schädels fehlen.
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