Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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Bohrung- hergestellt. Links auf einer Felsstufe steht ein Kantharos und
dahinter ist der Rest eines Thyrsosstabes zu erkennen.

Rückseite: Erhalten ist in sehr flachem Relief links ein nackter
tanzender Satyr nach rechts (Kopf, rechter Oberkörper und linker Fuss
sind weggebrochen), in der vorgestreckten Linken horizontal einen Stab
haltend, daneben rechts am Rande ein Felsen, den theilweise ein dar-
über geworfenes Gewand verdeckt, und ein aus dem Felsen spriessender,
knorriger, blätterloser Baum, an dem eine Syrinx aufgehängt ist. Tgl.
das folgende Relief.

55. Bruchstück eines Maskenreliefs.

Weisser Marmor. Höhe 0-305, erhaltene Breite 0*25, Relieftiefe
0-035 auf der Hauptseite, 0-005 auf der Rückseite, Dicke der Platte
0-06, Breite des seitlichen Randes der Rückseite 0-025, des oberen
Randes 0-015. luv. Nr. 237. Vgl. Fig. 17 und 18.

Fig. 17. Bruchstück eines Maskenreliefs Fig. IS. Bruchstück eines Maskenreliefs
(Vonlerseite). (Rückseite).

Vom Rande ist erhalten ein Stückchen oben in der Mitte, ferner
ein längeres Stück am unteren Theile der rechten Seite. Die Oberfläche
hat bis auf die verscheuerte Nasenspitze wenig gelitten.

Vorderseite: Auf einem Felsen ruht über einem Thier (Panther ?)-
feile die Maske eines Silens in dreiviertel Wendung nach links. Das
kurze Haar ist wirr durcheinander gesträubt und steht über der ge-
runzelten Stirne in einzelnen Büscheln in die Höhe. Die Unterstime
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