Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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* (27) 26964 Beiderseitige Ansäe flüchtig angedeutet, 0-135 bis
0-11 breit, 0-08—0-055 hoch.

S E R SVLPICIV S
L F A E V S-V-A- XX

Der zweite Buchstabe in Z. 2 ist wohl sicher das vom Kaiser
Claudius erfundene und neueingeführte Zeichen P für den Mittellaut
zwischen u und i. Hier wie in anderen Inschriften dieser Zeit erscheint
es an Stelle des griechischen Buchstaben y, z. B. CIL VI 553 zweimal,
in SATPR und in NPMPHABVS. Demnach lautet der Name des
Verstorbenen Lyaeus, bekannt als Benennung des Dionysos, jedoch auch
als Personenname; siehe Pape, Griechische Eigennamen.

* (28) 27076 0-263 breit, 012 hoch.

(29) 28144 (jüngere Inv. Nr. 324) 0-57 breit, 0-265 hoch, 0 026 £ick.

* (30) 28235 (ält. Inv. Nr. 300) mit Andeutung von ansäe; 0-137 breit,
0-085 hoch.

* (31) 28505 0-25 breit, 0 095 hoch. 0-02 dick.
(32) 28827 0-175 breit, 0"37 hoch, 0 098 dick.

* (33) 30664 (ält. Inv. Nr. zu 403 corrigiert); 0-265 breit,
0*23 hoch; in drei Stricke gebrochen. In den Buchstaben sind Spuren
eines dunkelgelben Kalkes zu bemerken. In einem Holzrahmen mit (26).

M • \
^__^o-T O R • Q V I V I X 7
jANN-VNO)E T • M • VIII ■ E TLA
JRENTIVS- V I M AT VS • D •
5 jVIIH-DVOB V S-F RAT
(RIBVS-FE C I T - M ATE»

Die Angabe des einen Lebensjahres in Z. 3 steht in Rasur.

[JD(iis)\ M(anibus) ' [VicMor, qui vix(it) | amho) uno et m(ensibus)
VIII, et La\rentius vimatus(?) d(iebus) \ Villi, duobus frat\ribus fecit
mater.

[Sollte vimatus statt bimatus geschrieben und zu verstehen sein
bimatus (= biennii), d(ieruni) Villi? E. B.]

Es folgen drei bisher unbekannte stadtrömische Inschriften :
(34) 045 breit, 0-2 hoch, 0-035 dick. Marmorplatte.

OLLI A-P-)IL- A R V R A
LT-FLO R'E I A--MYFi R O T SIBPET
T ILERTISLIBER TAB V S PO S T E
RIQVE EORVM

Die ursprüngliche Zeile 2, die etwas höher eingegraben war, ist
ziemlich erhalten: v(ixit) a(nnis) VII. Die jetzige Inschrift lautet:
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