Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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VESIDIAECR
E S C E N TI L LA E
sie i'DEFV ArC TA E
5 A N N O RV M
XXV
VESIDIACASSIA
MATERFILIAEI
ATFELICISSI
10 M A E

Der Steinmet/ wiederholte aus Verseilen in Z. 4 die Endung AL,
tilgte dann diese Buchstaben; indem er die Furchen mit Kalk füllte,
der alter im Laufe der Zeit ausfiel. In der folgenden Zeile vergass er
wieder den Anfangsbuchstaben, den er dann am Rande hinzuflickte.

Die drei folgenden griechischen Grabschriften waren bisher nur
durch eine Copie von Fortis bekannt und sind darnach in dieser Zeit-
schrift XIII (1890) S. 183 herausgegeben.

(13) 013 hoch, 0*4 breit, 0*1 dick. Stele aus weissem Marmor
mit Giebelaufsatz und Akroterien.

§1f A o T 6 S ANTAAAOY Ö[s]68oto? 'AvtaXXoo

ANTAAAOEAPIST H N 0 2 "AvcaXXo? 'Apityrijvös

EßFATPOE API £ T H N OS SöMcaTpo? 'Apiax^vo?

^EYAETOSAPISTIN OS esöSeto? 'Aptat^vo?

Über die dorische Namensform 'Apiannv vgl. Wilhelm in dieser
Zeitschrift XV S. 11, IX.

Bemerkenswert ist das Vorkommen der zwei Formen ösoSoros
und ©epSexo? in derselben Inschrift: die erstere ist die gewöhnliche
dorische Fenn, die letztere zeigt eine durch die Aussprache zu er-
klärende VerSchleifung des o in s.

(14) Oben abgebrochene 0"71 hohe, 0-42—0*46 breite, 0-09 bis
011 dicke Stele aus weissem Marmor. Eine flüchtige Copie dieser
Inschrift ist von Neigebaur, Südslaven S. 185 gegeben.

ArAIßNMENHTIAA 'AfäÖwv Mev/j-riSa

H P A E I S ATA0ÖNOS cHpaet<-, 'AfdBmo'i
0EOrENHSArA0QNOS Qi^irr- 5ATa6(ovo?
AAYAA AT A0QNOS cA86Xa 'AvaOwvo?

5 1< YNNIS FA A A I S 0 E NE 0 S Rövvtc KaXXtaeeveo?

■IßOAAÖNIA AS A V A 0 ß N 0 S ['ArcJoXXcovlSac 5ATä6cüvo<;

#Ä 0ßNArA0QXOS ['AT]i6(ov 9ATd8a>vo?
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