Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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als in der Ausführung und verräth schon dadurch, dass es zwar in
provincialer Werkstatt hergestellt wurde, ihm aber ein besseres Urbild
einer früheren (vielleicht hellenistischen Zeit zugrunde lag-.

Die Maasse des Altars betragen so weit jetzt messbar 1*20 m
Höhe3), 0*75 m Breite und 072 m Tiefe. Der eigentliche Altarkasten
hat jedoch nur eine Breite von 046 m bei einer Tiefe von 0*42 m.
Ihn umstehen auf seiner schräg ansteigenden unteren Vorladung die
beinahe ganz als Handwerke ausgearbeiteten Figuren; drei an der
vorderen, je zwei an den übrigen Seiten. Drei dieser Gestalten knien,

Fig. B 4. Hauptaltar. Fig. B 5.

sechs stehen und sie tragen das breit über den Kasten ausladende
Gesimse, dessen Mittelleiste vorne und rechts eine Inschrift aufweist.

Die obere Altarfläche wird rechts und links von in der Mitte
eingeschnürten runden Polstern begrenzt, die aus Blättern gebildet zu
sein scheinen und vorne durch ein Bandireschlimre verbunden sind.
Ihre Vorderfläche zeigt je ein pausbäckiges Gesicht, von dreifachem
Blattkranze umrahmt, während die rückwärtigen Flächen nur roh be-
hauen sind. Zwischen den Polstern in der Mitte hatte der Altar nach

3) Der unterste Theil des Altars steht jetzt in einer Holzverschalung, doch
danken wir Herrn Tragau die Maasse der Basis: Höhe 015, Breite 085.
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