Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

Seite: 191
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Zu den wichtigen Funden gehört auch die Darstellung des „Fels-Felsgeburt,
gebornen Mithras", Fig. B8 (A2). Man kann das Stück, das aus nicht
näher bestimmbarem Sandstein hergestellt ist, als ein Mittelding
zwischen Statue und Relief bezeichnen. Auf rechteckiger Basis von
0-08 m Höhe, 0*50 m Breite und 0*36 m Tiefe erhebt sich ein runder
niedriger Felskegel, dem ein Baum mit breiten Blättern entwächst, der
dem sieh davor aus dem Steine emporarbeitenden Mithraskinde als

Fig. BS Felsgeburt.

Hintergrund und Stütze dient. Eine mächtige Schlange umringt in
doppelter Windung den Fels und erhebt sich dann hinter Mithras, neben
dessen Haupte links ihr Kopf sichtbar wird. Mithras ist nackt und
trägt nur die phrygische Mütze auf den langen Locken.

Das Stück ist nur in der unteren Hälfte als Rundfigur gearbeitet,
die obere Partie des Baumes ist rückwärts flach, etwas eingehöhlt und
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