Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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einander verwandt waren. Das an Stelle der Tribus öfter stehende
Cl(audia) ist dagegen wohl als Beiname der Stadt aufzufassen.

5. Drei zu dem unteren Theile einer grossen Grabsteinplatte
gehörige Stücke, von denen zwei aneinander anschliessen und be-
schrieben sind. Gefunden im November 1895 auf dem Acker des
Mathias Herl, mit der Schrift nach unten; jetzt beim Gastwirt Herl.

-A-TT—1| ' XXX III '

S T I Pf V • H S E

FR AT P/ES POSVERVIlT

. . . . m[il(es) leg. X] V Apollinaris) ann(prum) XXXIII, stip(endiorum)
V, h(ic) s(itus) e(st). Fratres posuerunt.

Nach der Abschrift von Bortlik und einem vom Herrn Prof.
Kzepinski angefertigten Abklatsch.

6. Gefunden 1886 auf dem Pfarracker, jetzt im Schloss Petronell.
Gebrochene Platte aus gutem Kalkstein, deren unterer Theil jetzt fehlt.
Breite 0*57 m, grösste Dicke etwa 0-20 m, grösste Höhe jetzt 097 w.
In dem oberen Theil ein Pamdschild, hinter dem 2 Lanzen hervorsehen.
Herausgegeben von Domaszewski in dieser Zeitschrift XI S. 10 n. 10
und im CIL III S n. 11210.

p5A,V 'u'i i J C. Aufidius L. f. Quir(ina) Sura domo

Heupo{ . . . .) veteranu(s) [l]eg. X V Apollinaris). . . .

M k> vHÄlf ,1;

Z. 2 zum Schluss ist nVR-, Z. 3 L 3 erhalten. — Fraglich ist,
welche Stadt in Z. 4 zu verstehen ist. Die Lesung FE VPO ist zweifellos.
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