Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

Seite: 218
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10. Ende November 1893 fast gleichzeitig mit n. 11 gefunden auf
dem Acker des Josef Schmidt, aufrecht stehend, die Schriftseite nach
Norden (der Reichstrasse) gewendet. Vom Herrn K. Hollitzer erworben,
steht sie hinter dem Vereinsmuseum. Platte aus Kalkstein, hoch jetzt
2'S0m, breit 0*80 m, dick 0*19 m. Der einzige Schmuck ist die Rosette
im Giebelfeld mit Guirlanden darunter; unter dem Inschriftfeld ist eine
massig geglättete, jetzt unten gebrochene auf der Photographie nicht
wiedergegebene Fläche ; ebenso ist die Rückseite nicht sehr geglättet.

Die Photographie ist wegen der ungünstigen Aufstellung nicht
scharf ausgefallen. Die Inschriftfläche hat einige Beschädigungen erlitten,
namentlich am Ende von Z. 4 und 5. In Z. 4 ist C O H • T,'l erhalten.
In Z. 5 ist nach •> nur F deutlich. Indes ist die ursprüngliche Lesung
FAVs ziemlich sicher; von dem A kann man die unteren Enden der
beiden Schenkel noch erkennen, wogegen das untere Ende von V
unsicher ist.

Proculus Mabili f(ilius)
ColQina) Philadelphia)
mil(es) optio coh(ortis) II
Italic(ae) ciivium) JR(oma-
norum centuria) F[aus]tini,
ex vexil(lariis?) sagit(ta-
riis ?) exer(ciüis) Syriaci
stip(endiorimi) VII; vixit
an(nos) XXVI. Apuleius
frateir) fiaciundum) c(ura-
vit).
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