Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

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umsäumt sind. Vom Rande aus greift je ein Paar einander gegenüber
gestellter kurzer Stäbchen über die Höhlung- vor and hatte wahrschein-
lich den Zweck, die Füllmasse des Näpfchens, wovon kleine weissliche
Koste noch sichtbar sind, festzuhalten.

c und d geben verschiedene Ansichten zweier Fingerringe. Der
kleinere c ist aus drei Perlenstäbchen gebildet, von denen die beiden
äusseren parallel laufen und der mittlere in Schlangenwindung hinzieht.
Sie tragen ein ovales Medaillon mit vier seitlichen knopfartigen An-

sätzen, in welchen Steinchen eingesetzt sind: je ein grünes oben und
unten, ein röthlichgelbes ( wohl Bernstein) rechts und links. Das Mittel-
feld des Medaillons nimmt ein geschnittener Onyx ein, der auf dunklem
Grunde ein nach rechts gewendetes Frauenköpfchen guter Arbeit zeigt.
Der grössere zweite Ring d, auch aus massivem Golde, ist aus einem
Reifen gebildet, der durch Einteilung in abwechselnd rechteckig und
achteckig geschnittene Blättchen gegliedert wird. Die rechteckigen
Blättchen sind je mit einem Steine verziert. Die Steine sind von innen
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