Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 18.1895

Seite: 232
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ein leerer Raum von %lj2 cm gelassen, während sonst die Zeilen um
1 cm von einander entfernt sind.

Die Inschrift, die dem zweiten Jahrhundert der Kaiserzeit ange-
hören dürfte, ist zum grössten Theile leicht verständlich. Es ist nichts
Seltenes, dass in einer Ehreninschrift die Verdienste des Vaters des
Geehrten hervorgehoben werden, zumal wenn der letztere noch jung ist;
dass dies auch hei dem Galatarchen Proeillianus angenommen werden
darf, bestätigt das ihm beigelegte Prädicat vsoc IXtu? oj? TtocrpiSo?. Der
Vater, der, wie üblich, den dauernden Ehrentitel TaXazdpyrt<; seit Be-
kleidung dieses Amtes führte, muss seiner Kriegsdienste wegen dem
Ritterstände angehört haben. Auffällig ist die hohe Zahl 7 neben ^siXiap-
■/■qaayzoQ- voraussichtlich sind darunter alle von ihm geleisteten
militiae cquesfres zusammengefasst, wenn sie auch, soviel wir wissen,
nicht alle auf diesen Titel Anspruch machen konnten; vgl. Marquardt-
Domaszewski Handbuch 3678. — Die Phylen Ankyras hat Eamsay im
bull, de corr. hell. VII 20 zusammengestellt.

Constantinopel.

ERNST KALINKA.
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