Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

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waren nur an wenigen Stellen Reste vorhanden. Bei diesem schlechten
Erhaltungszustände konnte nur die Länge der Westmauer mit 13'50?»
gemessen und constatiert werden, dass das Innere durch eine von West
nach Ost verlaufende und vielleicht auch durch eine von Nord nach
Süd geführte Mauer getheilt war. Von Thüren oder Eingängen war
keine Spur zu finden.

4*50vor der Westmauer fand sich ein Altar (1), in zwei Stücke
gebrochen, die nirgends genau aneinander passen. Die Höhe wird un-
gefähr riO»H betragen haben, der Sockel und der obere Abschluss, der

Fig. 2.

über Platte und Hohlkehle sich erst einzieht, um dann breit auszuladen,
sind 28cm, der schlanke Schaft 20 cm breit; die Tiefe lässt sich nicht
bestimmen, da das obere Bruchstück hinten, das untere vorne und
hinten abgearbeitet ist. Ein Dübelloch, 3 cm im Quadrat und 4 cm tief,
auf der Oberfläche des Altares beweist, dass hier noch ein weiteres
Glied folgte. Unmittelbar unter dem oberen Abschluss steht die frag-
mentierte Inschrift (CIL III S. n. 14051 p. 2279): Nuirici]but At([ff(ustis)
sacr(um)—]. Sie lehrt ans die Göttinnen kennen, denen diese Stätte
einst heilig war.

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