Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

Seite: 25
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1896/0035
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
25

AVG4.V f VL \ ivU

Vor AVG bis zum Bande der Inschrift ist Raum für 4 Buch-
staben, cbensoviele sind in der Lücke zu ergänzen. Vor V iu der 1. Zeile
des zweiten Bruchstückes stand noch ein Buchstabe. Der Buchstabe
nach V könnte auch ein P sein. Da schwerlich angenommen werden
kann, dass der Steinmetz aus Versehen zweimal die Buchstaben AVG
eingehauen hat, so ist zu ergänzen: [Nttfrfaibus)] Äug(ustis) Äu[r(elius)

.....|.......ex] vo(to) po(suit). Der Dedicant war also ein Freier

oder ein Freigelassener.

Ich füge noch hinzu, dass die aus 2 Bruchstücken zusammenge-
setzte Inschrift (n. 25 S. 7. 8) jetzt im CIL HI S. n. 14349 ver-
öffentlicht ist. m

Graz. W. GURLITT.

Ktiiistlerinsclirift.

Im bulletin de com hellen. 1894 (XVIII) S. 313 n. 5 veröffent-
licht N. ,1. Giannopoulos eine Inschrift aus Almyros, deren letzte Zeile
so aussiebt:

.....OXAVKAQXEIIOIIISE

und fügt hinzu: „malheureusement le nom de l'artiste manque."

Der Künstlername ist mit Hilfe der Inschrift aus Lindos (Inscr.
Gr. ins. maris Aeg. I n. 818 - E. Lüvsy Inscbr. griech. Bildh. n. 198)
sicher zu Upwto; zu ergänzen. Zugleich bestätigt die neugefundene
Inschrift die Lesung Hillers von Gärtringen. Protos war kein Kydonier,
Wie früher angenommen wurde, sondern ein Lykaonier.

Graz.

W. G.
loading ...