Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

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Inschrift gleichfalls die MTjnjp Zi£tjj.T(v-/j erwähnt wird. Aus dem sonst
ädjecfivisch gehrauchten AtvSopjvy] ist ein Beiname der Kyhele geworden,
der Accent hat sich ebenso wie die Nasallaute geändert.

Von Konia aus unternahmen wir eine Tour nach dem nordöstlich
gelegenen Sultan-Han, einem der hervorragendsten Denkmäler der mittel-
alterlichen Kunst Ivleinasiens, und nach Akserai (Archelais). In den
nördlich vom Boz-Dagh am Rand der Wüste gelegenen Dörfern Hodja-
Köi, Asma-Köi (zerstörtes Dorf) und Assardjyk (Ruinenort) fanden
sich Spuren antiker Ansiedlungen mit spätrömischen und byzantinischen
Architektur-Fragmenten; in letzterem Orte auch folgende Inschriften:

11) Assardjyk; Grabstein auf dem türkischen Begräbnisplatz;
hoch Im, breit 0-40?», tief 0-20in.

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12) Ebendort; auf demselben Platz liegender Stein; hoch 0-76 m,
breit 0-59 m, tief 0-30 m.

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In Akserai wurde ein römischer Meilenstein, welcher demnächst
in dem Supplement-Band des CIL veröffentlicht wird, gefunden und
ferner auf dem dortigen armenischen Begräbnisplatz folgende Inschrift:

13) Grabstein; hoch 1-80 m, breit 0'55 m, tief 026 m.
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