Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

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In Zeile 7 War der Stein vielleicht schon beschädigt, als die
Inschrift eingegraben wurde.

Von Akserai wandten wir uns nach Nordwest, berührten die
Westseite des Grossen Salzsees (Tuz-tsehölü, Tatta Lacns) und kehrten
wiederum nach Konia zurück.

14) Dewejuklu-Köi; ein mit einem Kreuz verzierter Stein an der
Aussenwand einer wohl aus seldjukiseber Zeit stammenden Gebäude-
Ruine; hoch 1-68 m, breit 0'53 m.

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In Z. 5 sollte das anscheinende I wohl der Mittelstrich eines
ügirten iu sein.

15) Ebendort; Friessttick an demselben Gebäude; hoch 0-26 in,
lang 1-24 m.

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Im Jahre 1840 wurde von W. F. Ainsworth2) dieser Ort, den er
•»Uyuk Bowat" nennt, und der auch so auf der Kiepert'schen Karte
Verzeichnet ist, besucht. Er erwähnt hier einen hohen künstlichen Hügel
(artificial mount) mit vielen Ruinen. Nach diesem Hügel heisst der Ort
Dewejuklu (Kameelhiigcl); dass ersterer jedoch künstlich errichtet sein

scheint mir unwahrscheinlich zu sein. Abgesehen von dem er-
wähnten Gebäude, das zur Zeit des englischen Reisenden noch als
^Moschee diente, haben wir keine weiteren antiken Rainen wahr-
genommen. Ainsworth vermuthet hier das antike Perta, welches W. 31.
Ramgay8) an die Stelle des zwei Stunden weiter nördlich gelegenen
Dorfes Eski-Il setzt. Hier fanden wir keine Spuren einer antiken An-
ßiedlung. Jedesfalls hat Perta in dieser Gegend auf der Westseite des
Patta Lacus an der von Archelais nach Ankyra führenden Strasse gelegen.

2) W. F. Ainsworth: Travels and Iiesearches in Asia Minor. Vol. I. London 1842
Pag- 192.

3) W. M. Ramsar: The historical geography of Asia Minor. London 1890
Pag- 361.

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