Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

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über Suverek (Soatra?), wo viele antike Reste zu Tage treten,
nach Konia zurückgekehrt, gingen wir in nordwestlicher Richtung
nach Doghanhissar (Thymbrion? Hadrianopolis ?). Auf diesem Wege,
der wenig bekannt und auch bisher noch nicht kartographisch auf-
genommen war, fanden sich mehrere Inschriften.

16) Kawak-Köi, Sarkophag, vor der Djami, als Wassertrog
dienend; hoch 0-85m, breit 2-30m, tief MOm.

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Das Vorkommen von vielen byzantinischen Sculptur-Fragmenten
in diesem Dorfe und der Gleichlaut der Worte Kawak mit Kaballa
liisst es mir nicht unangebracht erscheinen, hier die byzantinische
Festung Kaballa zu vermuthen, welche nachweislich an der Strasse
Konia—Doghanhissar lag. Wenn auch Kawak ein gut türkisches Wort
(Pappel) ist, so gibt es doch viele Beispiele dafür, dass derartige
türkische Ortsnamen aus ahnlich lautenden antiken Bezeichnungen ent-
standen sind. Ramsay9) setzt diese Festung an die Stelle des heutigen
Ascha-Tschigil- oder Tschiil-Köi, welches sich auf derselben Route eine
ragreise nordwestlich befindet, und wo gleichfalls viele antike Reste,
jedoch, soviel wir beobachten konnten, keine Inschriften vorhanden sind.
»Coincidence of name" zwischen Tschigil oder, wie gesprochen wird,
"schul und Kaballa ist jedenfalls wohl schwer nachzuweisen.

17) Elkessik-Han; ein an der Aussenwand eingemauerter Stein;
hoch 1-38 m, breit 0-38 w-, tief 0'34w.

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9) \\r. 11 Ramsay a. a. O. p. 359.
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