Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

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filierte Sturzstein der Cellathür erhalten. Die Rückwand des Tempels
ruht am Bergabhange auf kräftigem Eüstica-Mauerwerk,

Im Osten schliesst sich an den Tempel ein rechtwinklig abgehender
Mauerzug, der hier vielleicht eine Terrasse abschloss (Fig. 8 F). An
einen oblongen, von Mauerresten umfriedeten Platz stösst eine in den
lebendigen Fels gehauene, halbkreisförmige Exedra (Fig. 8 B). Die
Seitenwangen sind frei herausgearbeitet und dienten wohl zur Aufnahme
von Sculpturen. Auf der rechts befindlichen — die linke ist vollständig

Fig. 10. Siwri-Kalessi. Eelief an der Exedra.

zerstört — ist ein rundes Medaillon mit einer Triquetra angebracht
(Fig. 10). Zu erwähnen ist ferner noch ein durch Glättung des Fels-
bodens hergestellter rechteckiger Platz (Fig. 8 C) und Mauerreste auf

Fig. 11. Shvri-Kalessi, Relief mit Trophaeen.

der Kordostseite des Plateaus (Fig. 8 E). Auf dem zum Berggipfel
aufsteigenden Terrain liegen die Fundamente kleiner quadratischer
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