Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

Seite: 94
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Z 2 zum Schluss scheint A sicher, darauf folgte vielleicht ein
schwächer eingehauenes N. — Z. 3 scheint der erste Buchstabe ein
L gewesen zu sein, der dritte ein I, nicht ein E. — Z. 5 stand zwischen
AVRELIA und VTHIS vielleicht'ein Punkt,

Etwa d. m. Aur(elio) Daleni ex vic{o) Anlaidinaet(ium)? qiiion-
dam) praetor iaiiorum Aurelia Uthis uxor eins titulum de suo m(emoriac)
c{ausa).

* 38. Platte aus Kalkstein, oben und links gebrochen.. Gefunden
zu Constantza, jetzt im Museum zu Bukarest.

Etwa zu ergänzen:

vixit anno]s LXXX

o fi]lio,. vixit
an. I; ... a]e mat-
ri et ? Secujndini-
ae sorori] Lupus
'? vct(cranus) älae] IL Ara-

vacorum] et Thi-
? umpus fratjer eins

pientiss]imis
? s(iia) p(ecunia) fecs]runt

Zu Anfang von Z. 6 sind vielleicht noch Beste des Buchstabens
E zu erkennen. — Die beigeschriebenen Ergänzungen, die zum Theil von
Dr. Bitterling vorgeschlagen sind, wollen nur etwas Mögliches bieten.
Die Länge der Zeile scheint sich aus Z. 6. 7 zu ergeben, wo die ala
secunda Aravacorum genannt ist. Den Aufenthalt derselben in Moesia inferior
bezeugt für das Jahr 99 das in dieser Zeitschrift XI S. 25 von uns
herausgegebene Militardiplom dieses Jahres (XXXI in C. III S p. 1971)
und für das Jahr 200 der Meilenstein von Hirschowa (diese Zeitschrift
VIII S. 30 = C. III S n. 7603), ferner die Inschrift eines Decurionen
von ihr C. III 6218 aus Matschin (Arrubium), vgl. Cichorius bei Pauly-
Wissowa I S. 1230. Der Garnisonsort wird auch durch unsere Inschrift
nicht genauer bestimmt, selbst wenn Lupus damals noch als actiyer
Soldat zu ihr gehört hätte.
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