Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

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das Fragment einer Thonlanipe, oben mit Gorgoneion, unten mit dem
Stempel OCTAVI (C. V 8114, 100). Ein ebendort gefundener 'Stein»,
der entzwei gebrochen dort belassen wurde, war nicht mehr ausfindig
zu machen.

Bei dem unfern des Ortes Murai (der Name deutet auf altes
Gemäuer) gelegenen lago Ja Perense fand der Bruder jenes Udina zwei
römische Familiendenare, deren einer nach dem Abdrucke als Denar
des C. Considius Paetus ( 49 v. Chr.) zu bestimmen ist (= Babelon 1
S. 377).

Schliesslich sei einer römischen Grablampe mit dem Stempel
VIBIANI (C. III 3215, 17) gedacht, die auf der Punta Perniba bei
der Kapelle S. Torna gefunden wurde. Einige Steinurnen kamen zwischen
Millonich und Linardich zu Tage. Ein Inschriftstein soll sich auf dem
Grundstücke Berginich bei S. Antonio (Dubasnizza) vorfinden.

Cassione.

Hier gelang es uns, im Franciscanerconvent

1. die Inschrift C. III 3132 = XVI S. 41 n. 1 dieser Zeitschrift
wiederaufzufinden. Sie ist in schönen, 4—3 cm hohen Buchstaben
auf der Cylinderfläche eines Cippus, ähnlich dem S. 159 beschriebenen
eingehauen. Höhe 0-69w«, Inschriftfeld 0-45 m hoch, 0-35 m breit. Jetzt
dient der Stein als Träger des Steintisches in einem dunklen Vorräume
des Refectoriums.

D • M D{iis) 3f(anibus)

PRIMVLAE Prinuüae
EVTYCHES Eutijclics

CONIVGI

eonmgt

5 M.ERENTI merenti

. Ein zweiter, ähnlicher Grabcippus I in dieser Zeitschrift XVI

S. 41 n. 2) befindet sich als Kreuzträger auf dem dem Klosterhofe
zugekehrten Giebel des Kirchendaches.
Der Text lautet:

D • A\ D( iis) M(pnibtcs)

P • Q • F • S E P(ublüiae oder ähnl.) Q(uinti) fijliae) Se-

CViVDAE cundae

L • L V R I V L(ucius) Luriu-

5S-VRSVS S Ursus

conivgi conitigi

B A/\ b(cnc) m(ercnti)
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