Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

Seite: 177
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Von den 28 Münzen derselben Fundmasse sind 19 Grossbronzen,
davon 8 besser erhaltene aus der Zeit von Augustus bis Claudius, die
übrigen — darunter 3 nachneronische Dupondien — noch dem 1. Jahr-
hundert angehörig, einige kleinere aus nacheonstantinischer Zeit.

Folgende Inschrift, deren Abklatsch wir Herrn Francesco Salata
verdanken, wurde im J. 1895 an der riva bei der Cavanella gefunden
und steht jetzt im Gemeindelapidarium.

MDECIDIO
M-F-MAXIMO

AEDIL-HVIR-AVo

M(arco) Decidio) \ M(arci) f(iliö) Maximo \ acdil(i), IIvir(p), aug(nri).

Fianona.

In der Kirche S. Giorgio fällt an der rechten Wand das Stück
eines durch vierkantige Stäbe dreifach gegliederten Gesimses auf
(0-45m lang, 0'25m hoch): zu unterst ein lesbisches Kymation, darüber
ein Eierstab und ein halbrunder Sims mit Akanthusblatt. Die Ausladung
beträgt 15 cm.

Ein ähnliches anders gegliedertes, stark verstossenes Stück ist in
ein Gebäude gegenüber dem Hause des Postmeisters eingemauert.

In derselben Kirche ein römisch-korinthisches Capitell als Stütze
für die Mensa des Hochaltars, 055 m hoch, Durchmesser des Schaftes
038 m.

In die Gartenmauer des Postmeisters Teodoro Tonetti eingelassen
sahen wir einen Kalksteinblock (032 m hoch, 04?» breit. 022 m dick)
mit einer schon von Vaglieri bemerkten Inschrift. Jetzt stark verschliffen:

(o~n- -^ ° - \

Sil;

.... p\aiiccissi[mis diebus c]onsum[pt...] si[bi et...

Ebendort zwei Stücke eines römisch-korinthischen Gebälkes mit
schönem Blätterfries (P64, bzw. 0565 m lang, hoch 037 : 035-5 m).

Im Weingarten: ein Eckpfeilercapitell, 0313h« hoch, Gesammt-
ausladung 8-2 cm, und eine dreifach gegliederte Pfeilerbasis aus schönem,
weissem Marmor, Sockel 05 m breit, 0'28 m tief.

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