Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

Seite: 205
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20.-)

Aus Aquileja.

In einer zuerst im Deceinber 1893 von dem Cavatore Wickele
Basiii auf dem Grundstücke des Josef Rosin in der Nähe der Fundstelle
u. 15 (meiner Fundkarte von Aquileja vom J. 1893), etwa 10?» von der
Strasse Aquileja—Monastero—Terzo entfernt aufgedeckten und nach
und nach abgetragenen Anlage, die vielleicht der Zeit bald nach Constantin
angehörte, war die Grundmauer der südlichen Apsis fast durchgängig
aus Überresten antiker Inschriften, Architekturstlicke und Sculpturen
gebaut, die sämmtlich durch Kauf ins Staatsmuseum gekommen sind.
Hier ist es mir gelungen eine Reihe von Bruchstücken der Inschriften
zusammenzusetzen, so dass es jetzt im ganzen 41 Nummern sind. Von
diesen sind 30 sicher Weihungen an den Eelenus, 1 vielleicht an den
Fons Beleni, 2 an Phoebus, 1 an die Bona Mens. 1 an die Atamens;
4 sind Bruchstücke unbestimmbarer Weihinschriften. 1 wohl ein Stück
einer Privatinschrift. Mehrere dieser Inschriften habe ich im Archeografo
Triestino K S. XIX (1895) S. 189 ff. unter n. 44—50 publiciert; andere
Werden im folgenden Band (XX) dieser Zeitschrift erscheinen. Hier
theile ich einige mit, die ein besonderes Interesse haben; fast alle
Weihinschriften, die nicht den Belenus nennen.

1. Oberer Theil einer Ära aus Kalkstein; hoch 0'23m; breit 0 38?»
(Krönung), 0'21 m (Inschrift); dick 0"31?» (Krönung), 019m (Inschrift).
Hie Oberfläche der Krönung ist durch ein Viereck, dessen Seiten je
0"25 m lang sind, und durch eine unregelmässige Vertiefung abgegliedert,
welche 0'20?» breit, 010—0-14»» lang und etwa 0-06?» tief ist und
zwei viereckige Dübellöcher zeigt. Die noch erhaltene vordere Inschrift-
flache ist 0-09 —013?» hoch und in zwei Streifen abgetheilt, von
welchen der vollständig erhaltene obere 0065?» hoch ist. Gefunden
;>- a. O. im Februar 1894. Die 0-035?» hohen, kräftigen Buchstaben
aus Augusteischer Zeit.
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