Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

Seite: 209
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esse Troianos: duobus, Aeneae Antenorique, et vetusti iure hospitii et
quia pacis rcddendacque Helenae Semper auctores fuerant, omne ius belli
Achivos abstinuisse. 2 casibus deinde variis Anteriorem cum multitudme
Enetum, qui seditione ex 1 apJdagonia pulst et sedes et ducem rege Pylae-
mene ad Troiam amissa quaerebant, veuisse in intumum Adriatici maris
s'inum; 3 Euganeisque, qui inter marc Alpcsque incolebant, pulsis Enetos
Troianosque eas tenuisse terras. et in quem primo egressi sunt locum,
Troia voeatur, pagoque inde Troiano nomen est; gens universu Veneti
«ppellati. 4 Aeneam u. s. w.) Unter Phoebus wird wie in der nächsten
Inschrift der Localgott von Aquileja, Belenus zu verstehen sein, der ja
regelmässig mit Apollo identiticiert wird. D. R.]

4. Votivdenkmal in Form eines Baumstammes aus Kalkstein. Ge-
funden im April 1894 zugleich mit 5 Weihinschriften an Belenus. Die
Höhe beträgt 0-75 m, der Durchmesser etwa 0-26w.

Wir geben eine von der rechten Seite genommene Abbildung und
eine von der oberen Fläche. (Sieh S. 208. )

Auf der Vorderseite steht in Buchstaben, die in Z. 1—3 0-03 bis
0'04m hoch sind, in Z. 4 ff. O'Olo?», folgende Inschrift, von der wir
eine Abbildung in l/6 der natürlichen Grösse geben.

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Mf 15

[Das mit kleineren Buchstaben in 8 Zeilen eingegrabene Epigramm
^var mir bereits durch einen Abklatsch bekannt, den Maioniea an das
Seminar geschickt hatte und der zufällig mit dem Abdruck des unten
v- 230 publicierten griechischen Epigramms aus einem Heiligthum des
Phoebus bei Philippopel vereinigt war. Es ist daher von M. Eostowzew
*Q dem Maiheft 1896 des russischen Ministeriums für Volksaufklärung
ö. 63 ff. und von Bücheler in Band 2 seiner Anthologia latiua unter
n- 1841 als vermuthlich aus demselben Heiligthum von Philippopel
stammend publiciert worden.

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