Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

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[Das Gedicht besteht aus Hexametern, von denen allerdings einige,
namentlich 1 und 16 schlecht gerathen sind; nur Vers 10 sollte wohl
ein Pentameter sein. Ebenso wird die Reihe von Hexametern durch
einen Pentameter z. B. in einer Inschrift von Ariassos in Pisidien unter-
brochen bull, de corr. hell. 16 (1892) p. 431 n. 61.

Von Vers 3 an gibt die Verstorbene ihr Geschick an. Im Alter
von dreizehn Jahren habe ein ihrer werter junger Mensch sie geliebt
(V. 3); die Altersbezeichnung gilt doch wohl der Verstorbenen. Dann
habe sie ihn geheirathet und ihm 3 Kinder geboren ( V. 4), erst einen
Sohn, dann 2 Töchter, die ihre Züge trugen (V. 5). Beim vierten Kind-
bett sei erst das Kind, nach kurzer Zeit sie selbst gestorben (V. 6. 7 |,
im Alter von 30 Jahren (V. 8). Es folgen die Angaben über die Namen
von ihr selbst und den Ihrigen und über deren jetzigen Zustand. Ich stelle
die Namen in dem folgenden Stammbaum zusammen, in dem zu jeder
Persönlichkeit die Verse, in denen sie erwähnt wird, in Klammern
zugesetzt sind und die damals bereits verstorbenen und die noch lebenden
durch Vorsetzen eines f oder v. unterschieden werden:
v- (Caecilius.....14)_v. Flavia Theodora (15) f Caecilius Priscus (16)

j Caecilia Artemisia (9) ___ v. (Caecilius) Perinthus (1. 10. 13)

__j__

v. (Caecilius) v. ( Caecilia) v. 1 Caecilia) j 1Caecil... 6. 7 1

Priscus(ll) Hieronis(ll) Theodora (12)

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