Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

Seite: 227
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Die vier, etwa von der Stelle mit dem Kamen abgesehen, eorrect
gebauten Hexameter beziehen sieh auf die Statue, deren Spuren noch
auf der Platte erhalten sind und die nach V. 3 sowohl Gestalt wie
Grösse des verstorbenen Cyrillus, Sohnes des Fabianus, wiedergab. Der
wohl von dem Völkernamen der Besser abgeleitete Namen Bessius ist
vermuthlicb als Gentilnamen anzusehen. Ob er mit dem Namen des
Sohnes oder mit dem des Vaters zu verbinden ist, erscheint grammatisch
zweifelhaft. Sachlich macht das keinen Unterschied, da natürlich der
Sohn den Gentilnamen des Vaters führte.

93. Platte, hoch P20w, breit 074 w, dick 0 56 m. ['Aäijvfi S. 346
n. 3, mit Erläuterung S. 348.]

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KAI<f©lMENP. NAPETHN 1:9

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Ccoovtwv Sö|av xal (pätjiivwv apen^v.

Auf die Grabschrift eines Cyrillus folgt die einer Cyrille, die von
ihrem Gatten Andrys gesetzt wurde und aus vier eorrect gebauten
Distichen besteht. Nur im letzten Hexameter fehlt eine Silbe. Vielleicht
stand EMA0ENMEN in der Vorlage, und ist der Steinmetz beim
kopieren von dem ersten EN auf das zweite Ubergesprungen.

94. Hoch 1-26'fff, breit 0 71 im, dick 0-54 m. ['Adnjvä S. 347 n. 4. Die
Wer nach dem Abklatsch unvollständig gegebenen Buchstaben sind auf
dem Stein nachTocilescu's Copic vollständig; zum Schluss von Z. 9 steht IN.!
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