Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 19.1896

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9. Säule (?). gefunden in einem Friedhofe zwischen Sinibir und
Karabasli. Höhe des erhaltenen Stückes 1*21 m.

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Die aus dem Jahre 6328 der byzantinischen Ära = 820 n.Ch. (Z. 11)
datierte Inschrift enthält augenscheinlich ein Vertragsinstrument. Dieser
Vertrag dürfte aber mit dem von Kaiser Leo V. dem Armenier ( 813—820 )
mit dem Chan Omurtag abgeschlossenen 30jährigen Waffenstillstand
nicht identisch sein, da dessen Abschluss vor das Jahr 820 fällt (vgl.
Genesius II p. 41 Z. 19 f. ed. Bonn,).

6 T£6-/.o (Z. 6) ist ohne Zweifel einer der drei Heerführer, die
nach Krams Tode die Führung des Heeres übernahmen und die Ver-
wüstung der Orte fortsetzten, bis Omurtag zum Chan proklamiert war,
und die in den Menologien die Namen TC07.09 (Monolog. Basilii II im]),
zum 22. Januar bei Migne, patr. graec. vol. 117 col. 276), AirCsTT0? und
Aooxooji führen; vgl. Jirecek, Geschichte der Bulgaren p. 146.
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