Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

Seite: 51
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Herausgeber nicht geglückt ist. da er in JtoXXnj«; Z. 2 den Eigennamen
nicht erkannte, glaube ich so herstellen zu können: "E8o£sv nj]t ßooXijt
xat iwi §['/ji).wf eTTstS'/j roxpa7svöp.sv]o; üöXXiqc cHpaxXei8[oo (idvixöv) aits8<oxs
(jWjtptajjJia sv wt 8tä jrXei6[v(üV xtX.

163 C Z. 11 steht in der Umschrift versehentlich nur w? jtXeovewcoo-
[jivwv statt xaTaTcXsovextoopivcav ujitöv. Das Verbuna xaraTrXsovsxteo) ist,
soviel ich sehe, bisher nur aus Hippokrates belegt; vgl. v. Wilamowitz
Hermes 30, 1882.

163 B II Z. 2 ff', S. 81 Trap' aörüv twv Trjtwv oö xoivtjv [iroT]]oa[tsvö)V
rrjv otweXeiav aöt^?, ä.XX' op-stspap, [iiv xexptxöwov IStav, eI 8s tt rcpö? tas
jrpooöSoos aoverstve r/jc jtöXewg, rijv 6-sp tüv toioöta>v oof^<äp'*jatv jcpö?
sautou? SietXwö'CMV otvYjxetv S xat ■Jjv oiy.atov. Das soll nach Frankel, der
nach twv Tr,'tü>v interpungiert, so zu verstehen sein: „was aber das von
den Teiern selbst geltend Gemachte betrifft, so sagen sie, dassi; u. s. w.
Diese Erklärung traut der Sprache unbelegbare Freiheiten zu. Ich glaube,
wir haben nur den Schluss eines langen, mehrfach getheilteu Satzes vor
uns: a 8s ist Gegenstück eines a piv, das in dem uns Verlorenen stand,
und jcap' aüttöv «ov Tr/iwv ist unmittelbar mit zor^aixsvcüv, xexptxÖTaw und
8tsiXr^oT<ov zu verbinden. Also etwa: „Andererseits auch von den Teiern
selbst, die" u. s. w. Ich verbessere bei dieser Gelegenheit eine mehrfach
misshandelte Stelle des Psephisma Fonilles d'Epidaure I 235. Kavvadias
gibt Z. 4 ff. 7i&ioü(j.svot) otä xmzoz äikoü Saroxvcr? ix toö iStoo ßtou xat
icXslov, a[ji]a piv aitoiceaXoövto«; abtoö JtXeiovdxiCj otav f(v ypst'a, ßXajrcovto<;
tov l'Siov ßtov /dptv Tod jräa'.v öoacpspovTO?, a(p.a) 8s xai xaraoxsoaCovto?
rat jtöXet, ttva os xat IjrtoxsoaCovxos XtX. Z. 5 hat Stars 3Axbjvä 9, 289
jcXsövsoiv vorgeschlagen, Baunack Aus Epidauros 104 acXstova? erkannt
und jrXeiovdtap.aot (so!) daraus gemacht, Piniol. 1895, 46 aber jrXetova S
[p.]ev vermuthet, Blinkenberg Xord. Tidskr. f. filol. 3. R. III, 15S itXetova
[x]a piv geschrieben. Alles irrig. Es ist xat atXe£ova[<;] a piv — a os —
ttva 8s zu lesen; xai jiXelova? ist dem zugehörigen Worte oa-ava?, wie
gewöhnlich, nachgestellt.

Entgangen ist Frankel, dass Ussing Graeske og Latinske Iud-
skrifter i Kjöbenhavn 1854 S. 32 f. aus P. 0. Bröndsteds Tagebüchern Ab-
schriften von drei Columnen dieser großen Inschrift herausgegeben hat.
Auch sonst bekannt ist die mittlere Columne, durch Pittakis Böckh mit-
getheilt und von diesem irrig unter Teos C1G 3063, nochmals aber richtig
nach Dallaway unter Pergamon GIG 3573 abgedruckt; diese Veröffent-
lichungen hat Frankel denn auch zur Ergänzung der Bruchstücke, die
heute allein übrig sind, herangezogen (S. 95 f. D^. Links und rechts von
jener Columne entzifferte Bröndsted Beste weiterer Spalten. Ich wieder-
hole alle drei nach Ussing, die mittlere in Umschrift.

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