Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

Seite: 67
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15 auo Aao5t]xe(a« rijs imt A6x[<p.

Die Vermuthung, dass beide Briefe denselben Gesandten nennen,
(I Z. 6 und II Z. 13) scheint mir einleuchtend. "E;xa&ov I Z. 8 ist in
Briefen gewöhnlich; jrpoaaYopeoco II Z. 10 begegnet in der Bedeutung
„begrüßen" schon auf rothfigurigen Schalen (Kretschmer, Vasen-
inschriften 82) und vielfach im späteren Griechisch. Der Herausgeber las
1 7 rcapeX&öJvcös, II 12 Ix] KapCa?. Zu ImßaivöVTa verweise ich auf die
ÜTTsp z-'qc, Imßdosoas gesetzten Standbilder des Kaisers BCH 1892, 442.
Zu dem Datum vgl. die Bemerkungen G. F. Ungers in Müllers Hand-
buch P 761. Z. 15 ijri Aöy.[(p wie sonst; A6xo[u Dnbois.

vii.

Die Herstellung der Inschrift aus Keos Mus. Ital. I 223, jetzt
wiederholt in Ch. Michels Recueil d' inscriptions grecques 405, ist des-
wegen schwierig, weil nur von dem größereu Stücke links eine ver-
lässliche Abschrift Halbherrs vorliegt; für die kleinere rechte Hälfte,
die hoffentlich wieder zum Vorschein kommen wird, sind wir einst-
weilen auf die elende Copie angewiesen, die 'Es. apy. 3523 veröffent-
licht ist. Der Beschluss gilt dem Schutze einer Quelle Uber dem Heilig-
thum der Demeter, für die ein besonderer hm^kqrqi; bestellt wird. Ich
gehe nur auf Z. 5 ff. ein, nach Comparetti:

siv Ss v.i t] [Xöet v] irXjovet t[t
iv zcO.c, xpTfjvaic, xöpio? lowo ö ez,.|j.j[X]rJTr((; [töv pi]v fatttov
[AiöV äyjji Sexa 8pa)(jJ.öv, zouc, o' to;;]o'j? [y.araXvj-jToög
oiy.sTas jtXir]Y«l« xoXaLwv air^ajoc. [81] v.y.i a£rij]Xi]V [icp]6c [z]w.z
5 xpVjvais 01:00 av Soxst rijt ßooXijt i[sttx^8e]k>V e^va,.• tö 5s ävä-
Xwfia Soövat töv ta|uav.

A. Pridik erörtert diese Lesung in seiner Dissertation De Cei insulae
rebus mehrfach (S. 67. 94. 117. 123. 154), ohne einen Zweifel an ihr

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