Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

Seite: 81
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wird in zwei Psephismen von Magnesia den Archonten aufgetragen Ath.
Mitth. 1894. 7 ff.89); am Schlüsse der Urkunden folgt das Ergebnis der
Abstimmung: «öv jupoeSpaiv jr.owjaävcwv rqv $7)tpotpopiav ytaxd töv vojj.ov
^Yfo'. £7i'/]vs/9'Yjaav 478. und das anderemal $ij<pot bnijv^flTjaav 2113.
Eine dritte Inschrift (3580 Stimmen) theilt 0. Kern in den Beiträgen
zur Geschichte der griechischen Philosophie und Religion S. 110 ff. mit.
Dass die Aufzeichnung y.ara za.c, ^tpoos geschieht, bezeugt der Schreiber
ausdrücklich CIG 3858, 1 (Ramsay, Cities and bishoprics of Phrygia
I 2, 644 r'44 vgl. 699): auf einzelne Posten gleich unseren „Unter-
schriften" z. B.: Msvavopo; ^1\io-f(j.'.oojr,o'j 3o7|j.ata Ypötpw, tolgt: 'Eppiofivi];
8yj[ji,öoioc k'Ypaia v.aiä iä; «Jj^cgü? Jtat xaterafca; vgl. dazu Inscr. Ponti
Eux. I 2. In einer Inschrift von Sardes CIG 3450 wird eine Reihe
von Gesandten namentlich und mit dem jedesmal wiederholten Zusätze
£8o£ev verzeichnet. Ähnlich steht Le Bas Wadd. 372 iMylasa) hinter
den Namen verschiedener Beamten DjrsYpaia, gxpiva und iowpafiad^v
CIG Sept III 1, 61, ioep[jaf.oavio Inscr. Ponti Eux. I 2. Aber diese
Subscriptionen gehören in anderen Zusammenhang und die Sitte zu ver-
folgen würde zu weit führen. Vgl. Swoboda. Volksbeschlüsse 213.

Die Einstimmigkeit der Versammlung bekunden kurz IGSI 952
(Akragas) durch die Formel g;xoyviüjj.ovsc toö auv=opioo rcdvrec; Mus. Ital.
III 704 (Gortyni fv<ü|Mi] TtävTcov und ebenda Monum. antichi II 258
'ESols t]ot5 — — [xöppLOic 7.7.1 tots jcoXitate; eicjircavat; Stcrrett, Wolfe
Expedition 240 *E8o£sv rio Sy(p.(p iUSaoitüv oöv sravtJ die beiden

bereits erwähnten Inschriften aus Berenike: Xeoxod Träaa-..40)

Eine Reihe von Beschlüssen sind ausgezeichnet durch Angabe der
Zahl der Stimmen für und gegen den Antrag. Von meinen Vorgängern
sind drei Beispiele beigebracht:

Inscr. Brit. Mus. 786 (Knidos) Ixop&h] xetpocWq Iv ßouXcj.- bto-
pw&Y] xai Iv tö) oä[j.(i) vipotoviof ipäcpoi aJ; loocs xopcöv . . .• a£; es tuh,
ouSsula;

Inscriptions of Cos 384: 'M'f0'- btt8i8oöaai töv ot£<pavov . . A..,
ivavtla oöSepia;

BCH 1881, 211 (jetzt Inscriptions of Cos 13) und BCH 1890, 95
(llalikarnassos): (p"ij<poi if&iovco Iv r?(: ßooXiji 100. das anderemal 92,
w. 3' sv t£5t &7j|j.cui 4000, das anderemal 1200.

Nebenbei, statt mit v. lliller S. 20 8:a iy;v -so: o&tiv '/.ost[t(v yEvo|ii]vvjv
ist xa'i 8t)iowoü]v^v und vorher butöv zu lesen.

•"') Das von Swoboda erwähnte Psejihisma der Lipsaten Journ. of bell. st. 9,
89 fällt weg, da Hicks Lesung, nach der von Hcberdey und Kaiinka. Bericht, über
zwei Keisen im südwestlichen Kleinasien 19 veröffentlichten Inschiift zu artheilen,
unhaltbar ist.

ArfhäologiscIi-epigr.iphiKche Mittheilungon xx. 1. 0
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