Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

Seite: 85
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Worte sind klar: 6 xaxaiaa; rijv elxöva u.^ Xadu rov "HXtov; es folgt
AA AH uml ia kleineren Buchstaben in der nächsten Zeile 0 YAKAJIAYTH.
Darin steckt nicht aX(X)' ä7i[6XoiTO, sondern dXä !i[d]dü ä xat aurq {nämlich
■q slxwv). Oft wird in Flüchen dem Frevler genau das angewünscht,
was er gethan, vgl. Rohde, Psyche 422. 457. Zu jrd&ot vgl. in ähnlicher
Formel Le Bas Wadd. 1754. 1756 rAftoi tö jcäv xaxöv iKyzikosi.

5. In der von Sterrett Wolfe Expedition 548 veröffentlichten Inschrift
aus Ulu Borlu (Apollonia), die eine auf königlichen Befehl erfolgte
Grenzberichtigung erwähnt, sind auch nach G. Hirschfelds fördernden
Bemerkungen (Gött. Anz. 1888, 590") die letzten Zeilen unergänzt ge-
blieben. Ich lese im engsten Anschluss an die von dem Finder ver-
zeichneten Beste Z. 11 ff. xat [opojihr^aav'ra, [mo]tsa)? fvsxev xat asYaXo-

6. Mit Unrecht glaubte G. Hirschfeld Inscr. Brit. Mus. 925 Z. 24 ff.
ow.tsXei sjj, 7iäatv otoiywv r?ji te ISCai aper^i xal oöir/. xat tijt ISCa <ix>
^[j&7Övwv 67rapy/j6a-/]t atkfii xaXoxafaSiat das Wörtchen Ix einsetzen zu
müssen. Der Steinmetz hat vielmehr in rq: i8ta fälschlich ein .Iota
wiederholt; tyji 8ia rcpo-f&vcüv .... xaXoxa^a&tat gibt den richtigen Gegen-
satz zu TTji te IStdt otpecijt xat ool-qi.

7. In den Bruchstücken von Verträgen zwischen Kreta und Mylasa
Le Bas Wadd. 381 ff., .1. Baunack Studien I 7. 249, Atli. Mitth. 1890,
262, BCH 1890, 618 lässt sich eine bisher nicht erkannte Bestimmung
mit leichter Mühe herstellen. Vergleicht man 382 jravtjt oö-svEt xat tö?

ht [rät väacöt KpYjxaieac] xat tos e|io zä.i vä[aw obtlovtac--1 ta? KpYjtai

jifjXs[j.(ü| —, wo Baunack xat a'j]tä; liest, mit 383: ßoafryjv MoXaoeöot
Tzy.'jzi [a&evst y.at CÖV4 ev rä]t vascat KpTjtaieav; xat [tövc e^cd vaow
i:oXt]tav<; Tzmza.q töv? /oixtov[ta? — —_|aow; aötä; t5; Kp/jtas zo[— —,
so ergibt sich: to? aikäs tä^ KpYjtas ^oXsp.cüpiva;. Vgl. dazu Paus. X 21. 1.
tote ciuv ä|uSvavto (sc. ot AkwXot) w; wep2 zoaeö); ouoev tt 'HpaxXewiatc
;j.äXXov y] xat aütot? irpooYjxoDcnjg; den Beschluss der Rhodier auf einem
Steine aus Jasos Inscr. Brit. Mus. 441 (Michel 431) Z. 85 f. EJtt[isXstar>at
zO.z 'laoswv '/wpa? xai)-äzsp xat zd.c, toö Sajuro, und die kretische Inschrift
BCH 1889, 72 ( mit meinen Verbesserungen ! Z. 17 ff. aovjE-auiv/Ta:

----tav urotp^ovaav auTot: rcdtpiov Sajioxpatfstav — ■—] (ppovrltTovra?

a.TTEp xat ÜKEp Tto[v totwjv ? ixdirovs 3tatpi8(üV.

8. Ich reihe hier einige Bemerkungen zu den von Th. Beinach
REG 1893, 153 ff. veröffentlichten Inschriften aus Jasos an. S. 157 Ä
Z 4 ist sicher ay.oujiXwsat zu lesen, vermuthlich auch Z. 2. Zu den
jetzt von M. Frankel, Inschriften von Pergamou II 341 (oxootXdptos)
beigebrachten Belegen trage icli nach Lanckoroiiski Pisidien S. 226 zu
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