Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

Seite: 157
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Die Reste auf der Rück- oder Innenseite rühren etwa her von:

c u m] is

\quas post(ea) dux(issent) duml]ax(af) sin(guli) singulas

Der Statthalter Cornelius Procains, der vor 133 das Consulat
bekleidet haben muss, ist anscheinend nicht weiter bekannt; vgl. Bitter-
ling oben S. 19.

Neben dem Diplom vom 2. Juli 133 findet sich in der Raaber
Sammlung ein Stück eines etwas älteren Diploms, das im Bericht des
Gymnasiums für das Jahr 1894/5 S. 98 und. wie ich nachträglich sah,
im Archaeol. Ertesitö 15 (1895) S. 26 in Facsimile publiciert worden
ist. Es war 1882 von einem Holzhacker bei Martinsberg gefunden und
1895 von einem Schiller dem Gymnasium geschenkt worden. Ich
wiederhole es hier nach dem von mir verglichenen Fascimile.

innere Seite. äußere Seite:

10TXX IMPX%, aa

-^IfiVEETCCHQIT/Bv/ 10 JtSDAT^$,c

r>a(-r-Aj-\ mcc/

Imp. C]acsar, divi Ncrvae f., [Ncrva Traiunus Opt-
imus Ä\ug. Germ. Bacic. Pa[rthic, pontif. niaxim.,
trib. p]ot. XX, imp. X1JJ, [procos., cos. VI, p. p.
equiti]bus et peditibus qu[i mditaverunt in
5 alis qu\inque et cohortibu[s quinque(?), quac appcl-
lantur

Die zwanzigste tribunicischc Gewalt TrajanS entspricht dem Jahre
115/11C; da dieselbe aber hier bereits mit der dreizehnten impera-
torischen Begrüßung verbunden ist, so gehört das Diplom wohl in das
Jahr 116 und ist zeitlich wenig entfernt von dem Wiesbadener Diplom
für Germania superior vom 8. September 116, mit dem es in der Titulatur
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