Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

Seite: 172
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S. 393, 50 col. I kann der mit Z. 5 beginnende Abschnitt kaum
anders angehoben haben als: Xsxteov 8e oder besser Xe^tsov 8'ao. Ebd.
9 f. ist wohl nichts anderes möglich als: iv %]f\ rcapa^arowsi tv)?] §6?vj?,
Z. 13 f. würde ich statt tot? [äXXa voiiiCouat] beiweitem lieber schreiben
■cot? [■9-soüc vofjuCooai] jj.a[/i=aä|j.£Vo;.

S. 365 col. II 10 ist nicht nur die Schreibung jceveCav „auffällig",
wie die Herausgeber sie S. 428 selbst nennen, auch der Zusammen-
hang, in dem das Wort auftritt, ist so befremdlich, dass man die Her-
stellung kaum für gelungen halten kann. Der naheliegenden Vermuthung,
statt ßpa§]u jrevstav vielmehr ttjv ojucrfsveiav ya\ schreiben, steht indes nach
Versicherung der Editoren • die Unzweideutigkeit der erhaltenen Reste
entgegen. Ebd. col. IV haben die Worte oicXoi? oo[Tt8a]voi? ljrtinj[8Yj]'8^i
hexametrischen Klang; man möchte vermuthen, dass auch hier gleichwie
col. I Dichterverse (freilich nicht homerische) verwendet wurden. Doch
verschwindet die poetische Farbe allerdings, sobald wir statt ou|[i:t8a]voI{:
oüj[)( IjwcjvoT? ergänzen.

WI EN.

TH. GOMPERZ.
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