Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

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linig und bei den verschiedenen Steinen bald 3, bald 5 cm breit.6)
Nach rückwärts sind diese Quadern sämmtlich roh keilförmg zugehauen
(Taf. Uli?, Fig. 2, auf Taf. III .4. links zwei übereinander), woraus ihre
Bestimmung als Verkleidsteine erhellt; ob sie aber in Reihen oder
einzeln in Verwendung kamen, wie an den Innenwänden der Unter-
kellerung des Thurmes I (Taf. I, Fig. 1), ist bei der Unregelmäßigkeit
der Abmessungen nicht auszumachen.

Vom profilierten Hanptgesimse, sind zwölf, theilweise fragmentierte
Gesimsplatten erhalten (Taf. III B £4; Taf. III A Mitte und rechts

Abb. 6.

unten. Vgl. die Fundstellen G1 bis C?7 im Plane Taf. I, Fig. 1. Das
an allen gleichmäßig wiederkehrende Profil ist Taf. III B GA dargestellt.)

Abb. 6 gibt eine Gesimsplatte, die bei E, Taf. I, Fig. 1 in der Höhe
des Lagerniveaus gefunden wurde. E ist der eingehende Winkel, welchen
die Bastionsschulter mit der Courtine bildet. Das gekrümmte Profil

6) Die Bossagequadern des Thurminneren sind im Saumschlag schief gerathen,
die Furchungen des Kusticapolsters sind schlecht gezähnt, so dass sie dieser Gebrechen
halber hier als Verkleidstücke in Verwendung genommen sein mögen.
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