Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

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begreiflich ist, vielfach Renovierungsarbeiten erforderte. Zu höchst fand
sich unter der Ackerkrume eine ziemlich abgenützte Kiesschicht, dann
wechselten neben- und übereinander Ausebnungen der Strafienschäden
durch Schutt-; Sand- und Kieslagen.

In tiefer Lage fand sich ein Ziegelstnck mit dem Stempel der
XV. Legion, in höherer ein solches der XIV. Auch kamen Scherben von
glasiertem gelb- und rothgebranntem Thon, von Terra sigillata und nigra,
auch Mosaikziegel, Bronzeblechstückchen, stili, Glasgefäßfragmente,

Abb. 7.

Knochen und Holzkohlen, kurz Keste aller Art aus der römischen Zeit
mit zum Vorschein.

Der Straßendarnm war nicht gewölbt und hatte ein auf der Strecke
längs des Amphitheaters sichtbares südseitiges Trottoir von 2 m Breite,
welches sich vor der Loge auf 7 m Breite erweiterte.

Wie vor den Thoren germanischer Castelle öfters eine Straßen-
gabelung stattfindet, (Limesblatt S. 583), so zweigt von der Straße
eine Verbindung gegen Xorden ab nach einem Wege, welcher dem
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