Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

Seite: 197
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1897/0205
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
197

Ähnliche Steinkegel wurden am „Burgfelde" bei Deutsch-Altenburg, also
in der Lagergegend, zusammen mit Steinwürfeln, deren Ecken abgerundet
sind, bereits mehrmals gefunden.

Eine Wallanschüttung vermochte ich hei einem zweimaligen ver-
suchsweisen Anstiche des Terrains nicht sicherzustellen, doch macht die
Thatsache, dass die Wallstraße von der Umfassungsmauer um 5-5m,
also um die auch anderwärts übliche Breite solcher Anschüttungssohlen,
absteht, das Vorhandensein einer solchen wahrscheinlich. In die aus
Letten, Humus, spärlichem Culturschutt, Kies und Sand zusammen-
gesetzte Erdmasse zwischen Wallmauer und Wallstraßenkörper sind
stellenweise Trocken mauern gebettet, und zwar nicht unmittelbar auf
den gewachsenen Grund, sondern auf schwarzerdige, mit Culturresten
durchsetzte Lagen. Aufgefunden wurden solche Mauern bis jetzt an zwei
Stellen: Bei Tu Tafel I, Fig. 1, nächst dem eingehenden Winkel, den
die Courtine mit der Bastionsschulter nördlich vom Ostthor bildet in einer
Länge von im und Breite von 45—50cm, ferner bei der Abrundung des
Nordosteckes Taf. I, Fig. 1 bei T2, T3, Tr

Zwei dieser Trockenmauern T2 und T3 laufen parallel mit der
Wallmauer, die dritte Ti hart an derselben. Ts ist om lang, 65cm breit,
jetzt drei Schichten hoch, mit einer stufenähnlichen Vorlage, die eine
Schichte hoch, Im in der Länge, 25cm in der Breite misst. Denkbar
wäre es, dass diese Steinsetzung an die Wallwurzel ansetzte, falls eine

Abb. 10.

Einbauten im Walle.
loading ...