Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

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umständen in der Cella selbst noch untergebracht drei Altäre mit
Patera auf der Kopfplatte und vier weitere Aren oder Basen deren
Krönung zerstört ist. Der Altar, der auf Abb. 18 an der linken Apsis-
ecke erscheint, ist auf allen vier Seiten profiliert, war demnach von Haus
aus bestimmt frei zu stehen; bei der Aufdeckung war er mit der Inschrift-
Seite gegen die Wand gekehrt. Die andern Altäre siud, wie so häufig,
nur an drei Seiten profiliert. Die unbearbeitete Rückseite deckte die
Wand. (Vgl. auch die Abbildungen 38 bis 42 im epi-
graphischen Anhang.) Sonst fanden sich hier eine nur in
Fußresten erhaltene Jupiterstatue (Abb. 18 links von der
Nemesis), ein Hochrelief ( Abb. 20), von dem auch nur ein
Fuß übrig ist, eine kleine Bronzekeule, vermuthlich von
einer Herculesstatuette, und zwei kleine rohe Steinreliefs
(Togabüsten, Abb. 21 und 22), die wohl in der Nord-
wand eingemauert waren, da das eine innerhalb, das
Abb. 20. andere außerhalb dieser Wand lag. Dazu kamen eine

Abb. 21. Abb. 22.

Abb. 23. Abb. 24.

marmorne der Nemesis regina geweihte (Abb. 23), und eine steinerne
Inschrifttafel (Abb. 24). Ferner befand sich wohl ursprünglich in unserem

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