Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

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Mauer, dass sie gleich der Röhre im Räume D das Gemach entwässern
konnte. Sie hat ein Gefälle zu einer aus allerlei Werkstücken hergestellten
Steinkiste (vgl. Abb. 17), die nahe der Südwestecke außen angelehnt ist.
Die Steine derselben waren weder gefügt noch gebunden, noch fand
sich irgend eine Vorkehrung — etwa durch Anwendung von Ziegel-
kleinmörtel — zur Wassersicherung, das also innerhalb der Einfriedung
im Boden versickern musste. Um ein Wasserbassin kann es sich also
hier nicht handeln, was aber sonst zu verstehen sei, bleibt rätliselhaft.
Die Einfriedung war gebildet im Norden aus einer zweistufigen stark

Abb. 29.

verstoßenen Treppe, im Westen zur einen Hälfte aus länglich vierkantigen
Quadern, zur anderen aus einer hochkant gestellten Platte, im Süden
aus ebensolchen, deren eine an der Schmaltläche eine Eisenplatte ein-
gefügt zeigte, wie deren auf Schwellplatten manchmal zu sehen sind.
Die Ostseite endlich bestand wieder aus länglichen Quadern, die an das
Fundament der Westmauer von E angelehnt waren. Da es eine Abfluss-
vorrichtuug besass, wird das Gemach E ganz oder theilweise ungedeckt
gewesen sein. Vielleicht war das Dach nach Art eines compltiviums
construiert, und der Raum diente in seinem gedeckten Theile zur Auf-
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