Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 20.1897

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Weiter rechts (westlich) stand ein etwa 0-77«; hoher und unten
0-33 m breiter Altar, der oben eine abgemeißelte Patera zeigt. Buch-
stabenhöhe in Z. 1—3. 8. 9 etwa
0-035 m, Z. 4—6 0'03 m, Z. 7 0-025 m,
eh setze die photographische Ab-
ildung 42 und die Copie nebenein-
nder:

KS M E S I
REG- -E
D EA S A
M • A'NC'SE
5 CVNDINVS
N M^W LEG
XIUI i G-V-S-L

ANVL-TS* R 1Q9n 0]

o r<r • c o s

Die Lesung ist. abgesehen von der
42. ersten Hälfte von Z. 6, klar: Me-

mesi Reyiinae) et Dean(a)e sa(cmm)

31. Anciharius ?) Sccundinus.....

lcg(ionis) XIIII <j(cminac) v(otum') s(olvit) l(ibens) AnulQino) et Front(one)
co(n)s(uUbus). Die Weihung gehört ins Jahr 199, in dem P. Cornelius
Auullinus und M. Aufidius Fronto Consuln waren. — In Z. 3 kann es
nach der Stellung scheinen, dass anfangs DIANE geschrieben war und
dann das I zu einem E vervollständigt wurde. — In Z. 4 trifft in dem
N der Querstrich den zweiten senkrechten Strich nicht am Fuße, sondern
um etwa ein Drittel höher, trotzdem ist wohl ein einfaches N, nicht
eine Verbindung von N und I zu verstehen. — In Z. 6 ist NM sicher,
darauf folgt eine kleine viereckige Vertiefung, die vielleicht zufällig ist,
hierauf eine Ligatur, deren erstes Element V ist. Das zweite könnte
ein L oder auch ein E sein; in letztcrem Falle wäre anzunehmen, dass
der mittlere wagrechte Strich durch Verletzung verschwunden sei. So
erscheint es denkbar, dass ve(teranus) zu verstehen ist.'— Vorher ist
vielleicht n{atione) mit einem Volksnamen zu verstehen.

ArchUologisch-epigrapliische Mittheilungen XX. Iß
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